Der Entwurf für die Erweiterung der Liegenschaft des Auswärtigen Amtes in Berlin zielt auf eine weitgehende Homogenisierung der Bestandsgebäude ab, um das Gesamtbild des vorhandenen Gebäudekomplexes zu beruhigen. Wesentliche Teile des Bestandes sollen umgebaut und durch einen Anbau ergänzt werden. Bei der Entwicklung des Tragwerkskonzeptes wurde besonderer Wert auf Angemessenheit und Leistungsfähigkeit gelegt. Eingriffe in die bestehende, ausreichend tragfähige Struktur werden so gering wie möglich gehalten. Der Entwurf zielt auf einen behutsamen Umgang mit dem Gebäudebestand ab. Die tragenden Strukturen sämtlicher Erweiterungen sind in Anlehnung an die bestehende Konstruktion in Stahlbetonbauweise geplant und greifen den Abstand der tragenden Stützen und Wandscheiben des Bestandes auf. Die Schnittstelle zwischen dem bestehenden Tragwerk und den neu zu errichtenden Konstruktionen werden derart ausgebildet, dass aus den Erweiterungsbauten nur minimale, für den Bestand kaum relevante Vertikallasten eingeleitet werden.